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Die Türkei - Ein Land mit 12.000 Jahren Geschichte
Erste Dörfer, frühe Reiche
Das Land der Sonne und Geschichte, die breite Brücke zwischen Europa und Asien,
das seit Bestehen der Menschheit zu fast jeder Zeit bevölkert war, in dem mit dem Ende jeder Epoche eine neue Zivilisation ihr zu Hause gefunden hat, was es als eines der Wenigen der Welt auszeichnet.
Die Besiedlung der Türkei ist erstmals im Jahr 10.000 v. Chr. nachgewiesen. Die Spuren der ältesten Häuser auf türkischem Boden wurden in Çatal Höyük gefunden und gehen wohl bis auf das Jahr 7.000 v. Chr.zurück. Ab dem Jahr 3.000 v. Chr. begannen sich frühe Hochkulturen zu entwickeln. Hattier, Hethiter, Mitannier, Assyrer, antike Griechen, sie alle haben in Anatolien gewirkt.

Die sogenannten Seevölker, die wohl am Untergang der Hethiter beteiligt waren, der Kampf um Troja und der Niedergang der mykenischen Kultur haben dann um das Jahr 1.200 v. Chr. eine völlige Neuordnung der Machtverhältnisse in Anatolien mit sich gebracht und regelrechte Völkerwanderungen ausgelöst. Aus dieser Zeit liegen keine Zeugnisse einer Hochkultur auf dem Boden der heutigen Türkei vor.

Geographie
Die Türkei erstreckt sich geographisch über zwei Kontinente. Der größte Teil des türkischen Staatsgebiets liegt jedoch mit ca. 97 % auf dem asiatischen Kontinent. Lediglich 3 % der Gesamtfläche befinden sich auf dem europäischen Kontinent, was 23.623 km² entspricht. Der europäische Teil der Türkei wird auch als Thrakien bezeichnet und der asiatische Landesteil als Anatolien. Die Türkei bildet somit geographisch eine Schnittstelle zwischen Okzident und Orient.

Die Türkei besitzt einen 7.200 km langen Küstenstreifen. Im Westen der Türkei liegt das Ägäische Meer, im Süden das Mittelmeer und im Norden das Schwarze Meer.

Daneben besitzt die Türkei Landgrenzen zu vielen Nachbarländern, die insgesamt eine Länge von 2.648 km haben. Im Nordwesten grenzt sie an Griechenland (206 km Grenze) und Bulgarien (240 km), im Nordosten an Georgien (252 km), Armenien (268 km), Aserbaidschan (Exklave und autonome Republik Nachitschewan, mit der die Türkei einen 9 km langen Grenzstreifen teilt), im Osten an den Iran (499 km) und im Süden an den Irak (352 km) und Syrien (822 km).

Geographie
Zur Zeit der Entstehung der Niagarafälle vor 10.500 Jahren entstand im Südwesten der Türkei die erste bekannte Stadtanlage, Catal Hüyuk. Anatolien (Kleinasien) ist die Wiege einer Vielzahl von Kulturen und Reichen des Altertums. Zu dieser Zeit lebten in Anatolien allerdings noch keine Türken, deren Heimat war Zentralasien. Die Seldschuken waren die erste türkische Dynastie, deren Heere im 11. Jahrhundert Teile Anatoliens eroberten und in der Folge große Teile des Byzantinischen Reiches unterwarfen.
Die Zeit des Osmanischen Reiches
Nach der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 herrschten die Nachfolger der Seldschuken, die Osmanen, über große Teile des Nahen Ostens und des Balkans.

Im späten 17. Jahrhundert begann der Niedergang des Osmanischen Reiches, das immer weiter aus seinen europäischen Besitzungen zurückgedrängt wurde. Das ab dem 19. Jahrhundert stark zunehmende Unabhängigkeitsstreben diverser Nationen im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches, die Besetzung Nordafrikas durch europäische Mächte und schließlich die Niederlage im Ersten Weltkrieg bewirkten seinen endgültigen Verfall.
Religion
95,8 % der türkischen Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Davon sind etwa 80 % Sunniten, die restlichen 20 % Aleviten. Außerdem leben in der Türkei 125.000 Christen und 23.000 Juden. Die islamischen Einrichtungen werden vom Diyanet Isleri Baskanligi, dem Präsidium für Religionsangelegenheiten verwaltet. Es regelt die Ausbildung der etwa 100.000 Imame und Muezzin, bezahlt und erhält die Moscheen und gibt landesweit den Inhalt der zu haltenden Predigten vor. Ebenso ist es zuständig für die knapp 500 Imame an den türkischen Moscheen in Deutschland.